Der Beruf des Bäckers und der des Konditors gehören zu den ältesten in Deutschland und wurden seit dem Mittelalter durchgehend ausgeübt. Der Werdegang eines Bäckers ist gekennzeichnet von Erfahrung und Leidenschaft zum Backen, aber auch Neues auszuprobieren und kreativ zu bleiben. Vom Lehrling bis zum Bäckermeister müssen viele Jahre investiert werden, wie viele genau und was der Beruf so mit sich bringt, das schauen wir uns in diesem Bericht etwas näher an.

Heute nennt man eine Person Bäcker, die ihren Lebensunterhalt mit dem Herstellen von Backwaren verdient. Dazu gehören allerlei Sorten von Brot, Feingebäck und Kleingebäck. Um Bäcker zu werden, muss eine dreijährige duale Ausbildung absolviert werden. Es ist ein Handwerksberuf und somit werden Gesellen- und Meisterprüfung von der Handwerkskammer geleitet. Ähnlich ist es beim Konditor (Zuckerbäcker), wobei natürlich die Backwaren unterschiedlich sind und somit andere Techniken und anderes Fachwissen geprüft wird. Ein Konditor stellt kein Brot her und spezialisiert sich auf süße Backwaren wie Torten. Allerdings gibt es Bäcker, die Konditorei-Erfahrung besitzen und somit auch Backwaren, die zum Repertoire eines Konditors gehören, backen können.

Traditionell waren Bäckereien Familienbetriebe, Herstellung und Verkauf wurde vom Bäckermeister geleitet. Das Mehl kauften sie von lokalen Müllern, und als die Nachfrage immer größer wurde, entstanden schließlich Großbäckereien. Um Kunden anzulocken, wurde das Sortiment erweitert und später verkauften Bäckereien ihre Waren auch als Fertigprodukte an kleine Supermärkte oder Tankstellen. Leider wurde die Konkurrenz der Großbetriebe und der zunehmende Preisdruck zu viel für die kleinen Bäckereien und viele mussten schließen. Ein weiterer Grund für weniger Kunden sind Tiefkühlteiglinge, Menschen können ganz einfach ihr eigenes Brot backen oder es für den halben Preis aus Discountern kaufen.

Nachdem ein Bäckerlehrling seine Ausbildung beendet hat, steht ihm/ihr die Möglichkeit offen eine Fachschule zu besuchen um sich weiterzubilden, anschließend wird die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer abgelegt. Ist man dann selbst Bäckermeister, kann man seine eigene Bäckerei öffnen und Lehrlinge ausbilden.